17.11.2021

1. Bericht aus Berlin: Stefan Wenzel über Koalitionsverhandlungen, erste Fraktionseindrücke und Persönliches.

Am 12. November 2021 lud Stefan Wenzel die Orts- wie Kreisverbandsmitglieder zu einem digitalen "Online-Date" ein, welchem er später den treffenden Titel "Bericht aus Berlin" verlieh.

Als neu gewählter Grünen Abgeordneter im Bundestag schilderte Stefan Wenzel am Freitag Abend gegenüber vielen Interessierten seine ersten Eindrücke aus dem Deutschen Bundestag, in den er für den Wahlkreis Cuxhaven - Stade II als Bundestagskandidat antrat und über die Landesliste der Niedersächsischen Grünen in den Bundestag gewählt wurde. Zukünftig vertritt er neben den beiden Landkreisen Cuxhaven und Stade auch die Belange des Rotenburger Landkreises. Nach seinen ersten Eindrücken und Schilderungen vom Suchen und (Zurecht-)Finden im Bundestag und in der Grünen Fraktion ging Stefan Wenzel auch auf die aktuellen Koalitionsverhandlungen ein. „Im Moment schauen alle mit großer Spannung auf den weiteren Verlauf der Koalitionsverhandlungen. Mit einer Ampel-Konstellation gibt es auf Bundesebene bislang keine Erfahrung“, so Wenzel. Eine künftige Bundesregierung stünde vor gewaltigen Herausforderungen in der Energie- und Klimapolitik. Aber auch andere Themen würden die künftige Regierung sehr fordern. Wenzel benannte dabei das Aufgabenspektrum, das von den Finanzen, über die Digitalisierung, die Sozial- und Familienpolitik, Mobilität, den Artenschutz, die Landwirtschaft und die Rente bis zum Zusammenhalt in Europa reicht - und ließ sich dabei nicht nehmen, auch zu erwähnen, dass man nicht jedem Pressebericht (über Eklats, Postenverteilungen und Machtkämpfe) Glauben schenken solle, wenn auch er die Ängste der anwesenden Parteimitgliedern verstehe.

Der jeweils kleinste gemeinsame Nenner wird niemals ausreichen, um die Zukunft enkeltauglich zu gestalten“, sagte der ehemalige niedersächsische Umweltminister. „Es braucht den gemeinsamen Willen aller Akteure zum Handeln“, so Wenzel. „Parallel zu den Koalitionsverhandlungen muss jetzt konsequent der Kampf gegen die vierte Welle der Pandemie geführt werden“. Deshalb müsse eine schnelle, konsequente und parteiübergreifende Kooperation von Bund, Ländern und Kommunen für zielführende Beschlüsse und Maßnahmen sorgen, sagte Wenzel.

Inzwischen habe er nach gut einem Monat in Berlin einen Mietvertrag unterschrieben, der es ihm immerhin ermögliche, seinen Koffer irgendwo beständig abzustellen. Er habe nach langjähriger Erfahrung als Politiker genügend Geduld und innere Ruhe entwickelt, um den Stress in Berlin zu "entkommen", äußerte dabei auch Sorge um die jüngsten Abgeordneten - "Berlin kann manchmal ganz schön hart sein, da mache ich mir schon manchmal Sorgen um unsere Jüngsten in der Fraktion."

Abschließend fand der Abgebordnete des Bundes dann noch weitere persönliche Worte: er freue sich über das rege Interesse an seiner Arbeit und lud weiterhin ein, Fragen, Anregungen und Ideen mit ihm auszutauschen; und stellte dabei in Aussicht, seinen Bericht aus Berlin zukünftig regelmäßig fortzuführen.

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