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OV Oldendorf-Himmelpforten und Kehdingen

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Fährunternehmer setzt Eisbrecher auf eigene Kosten ein

Grüne fragen: Wo liegt die Verantwortung des Wasser- und Schifffahrtsamtes

12.02.26 –

Der Stillstand der Fähre Glückstadt–Wischhafen durch den massiven Eisgang in der Süderelbe wirft Fragen zur Verantwortung des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) auf. Ursula Männich-Polenz, Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion, hat dazu eine Anfrage zum Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft, Verkehr und Tourismus am 19.02.2026 gestellt. 
14 Tage lang gab es einen Stillstand im Fährbetrieb durch starken Eisgang in der Süderelbe. Dabei stellt es sich so dar, dass das WSA es versäumt hat, die Wasserstraße freizuhalten. Es wurden keine Eisbrecher geschickt, wie auch schon in vergangenen Jahren. Der Fährunternehmer sah sich gezwungen, einen Eisbrecher auf eigene Kosten zu bestellen, damit die Wischhafener Süderelbe nicht komplett zufriert.

Ursula Männich Polenz: „Es ergibt sich für uns die Überlegung, ob diese zwei Wochen Stillstand nicht hätten verhindert oder zumindest zeitlich verkürzt werden können“. 
Aus diesem Grunde bittet sie Landrat Kai Seefried darum, mit dem WSA Kontakt aufzunehmen. Vier Fragen möchte sie beantwortet haben. 

  1. Welche Gründe liegen vor, dass das WSA keine Maßnahmen zur Freihaltung der Wasserstraße, insbesondere der Wischhafener Süderelbe, veranlasst hat? 
  2. Wäre durch einen frühzeitigen Einsatz eines Eisbrechers eine solche Zuspitzung der Situation zu verhindern gewesen? Hätte es andere Möglichkeiten zur Freihaltung des Fahrwassers gegeben?
  3. Was kann getan werden, damit in der Süderelbe wieder eine Strömung vorhanden ist, so dass Eisschollen ausgeströmt werden können?
  4. Da die Fährschiffe auch inzwischen auch sonst große Probleme mit dem Ausbaggerungszustand der Süderelbe und der Zufahrten zu den Anlegern hat: Was kann/müsste getan werden, damit der Ausbaggerungszustand der Süderelbe grundsätzlich einer funktionierenden Fährverbindung zuträglich ist und die langen Wartezeiten nur noch Ausnahmefälle sind? 

„Ein weiteres Problem ist demnach der schlechte Ausbaggerungszustand der Süderelbe“, schreibt Ursula Männich-Polenz an den Landrat, was dazu geführt habe, dass aufgrund der dadurch nicht vorhandenen Strömung die Eisschollen nicht aus der Süderelbe hinausgeströmt seien und damit die Zufahrt zum Anlieger nicht eisfrei wurde. 
Ursula Männich-Polenz weiter: „Da die Fährverbindung die einzige im Bereich der unteren Unterelbe ist, kommt ihr zweifelsohne eine wichtige Bedeutung in der verkehrlichen Verbindung zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu. Eine Unterbrechung für längere Zeit trifft Bürger:innen und Unternehmen gleichermaßen hart, zumal verkehrliche Alternativen mit stundenlangen Umwegen verbunden sind“. 

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